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Klinkerskulptur am Rhein –

Herausragende Fassadenarchitektur verleiht innerstädtischem Hochhauswohnen eine neue Identität


In exquisiter Lage am Rheinufer setzt der Wohnturm „Rheintower“ in Köln-Mühlheim mit einer beeindruckenden Aussicht neue Maßstäbe für großstädtisches Wohnen der Superlative: 21 Geschosse, 76 Meter Höhe, 102 Mietwohnungen mit einer Gesamtfläche von ca. 7260 Quadratmetern – so lauten die Kennzahlen für das Wohnhochhaus, das in mehreren Hinsichten außergewöhnlich ist.

 

Das eigens mit der Fassadengestaltung beauftragte Büro kister scheithauer gross architekten und stadtplaner, Köln/Leipzig (ksg) entwickelte unter der Leitung von Prof. Johannes Kister eine Fassadenarchitektur, die gleichermaßen unkonventionell wie identitätsstiftend ist: Geschwungene Balkone und zahlreiche Rundungen verschaffen dem Baukörper eine lebendige, skulpturale Anmutung, die aus verschiedenen Perspektiven höchst unterschiedlich aussieht und die durchdachte Komplexität der Gebäudehülle unterstreicht.  Die projektspezifisch, in enger Abstimmung zwischen dem Klinker-Spezialisten Ströher und ksg gestalteten und produzierten Klinkerriemchen sind die gelungene Umsetzung der Idee, dem Hochhaus eine opal-schimmernde Außenhaut zu verleihen. Dabei betonen die Riemchen – die explizit keine Vollsteinmauerung vortäuschen, sondern souverän für das stehen, was sie sind – die imposanten Kurven des Gebäudes.

 

Zur Materialwahl und der gleichermaßen unkonventionellen wie aufwändigen Verlege-Anordnung präzisiert Prof. Johannes Kister die Grundidee seines Fassadenkonzepts: „Die schwarzen Riemchen sind senkrecht verlegt, um den Rundungen des Grundrisses folgen zu können, und mit einer Rillenprägung versehen, die auf der dunklen Klinker-Oberfläche Glanzreflexe erzeugt. Die horizontalen Fugen sind versetzt angeordnet und erzeugen optisch einen Drall, der spiralförmig an dem Gebäude aufsteigt. Das Licht mit seinen Reflexen ist ein wesentliches gestalterisches Element, das dem Baukörper Plastizität und Bewegung gibt.“  So erklärt sich für Prof. Johannes Kister, weshalb der Wohnturm „Opal“ eine eigene, hochwertige Identität für sich in Anspruch nehmen kann: „Ein Hochhaus braucht nicht nur einen effektiven Grundriss, sondern eine Planung in der dritten Dimension, mit Sockel und Abschluss. Beim Opal bilden die Rundungen und plastischen Balkone ein Zusammenspiel, eine formale Einheit, die von allen Seiten wahrgenommen werden will und kann."

INFO

 

Projekt:Rheintower Opal, Köln
Architekt:KSG Architekten
Klinkerriemchen: 

Ströher Architekturbrand

Format:NF, 240 x 71 x 14 mm
System:StoTherm Mineral, Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen
Fotos: 

Norman Radon, RADON Photography

 

Object facts

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